Ausstellung und Beteiligungen

2018 Teltower Kunsttage

2018 Quiddezentrum München (EA)

2018 Kunststation Kleinsassen (Rhön)

2017 Rathaus Galerie Hoppegarten

2017 Festival „Art an der Grenze“ Frankfurt (Oder)

2016 Galerie „Altes Warmbad“ in Buckow (Märkische Schweiz) (EA)

2014 Craftwerk Mühle Himmelpfort

2006 Sankt Andreasberg „Natur – Mensch“

2005 Dom Fürstenwalde

2002 Brünkendorf (Wendland)

gegenwärtig lebe und arbeite ich in Fürstenwalde (Spree)


Maria und ihre Schwestern – Frauengestalten in Mythen und Gegenwart

2016 GALERIE „ALTES WARMBAD“ IN BUCKOW (MÄRKISCHE SCHWEIZ)


Presse

Margrit Meier   14.11.2016

Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

Zart, kraftvoll, mystisch und märchenhaft

Buckow (MOZ) Sie ist nur ein bisschen kleiner als ihre Schöpferin. Aus zartem Papier geformt, wirkt die Figur zerbrechlich. Und doch so stark. Trägt sie doch in ihren Armen ihre Tochter und den Enkelsohn. Sie, das ist die Figur der Anna selbdritt, die in ihren Armen Maria und Jesus trägt. Ihre Schöpferin ist Anna Elisabeth Berger aus Fürstenwalde. Sonnabend eröffnete die Künstlerin im Alten Warmbad ihre Ausstellung “Marias Schwestern – Frauengestalten in Mythen und Gegenwart”.

  Augenkontakt: Anna Elisabeth Berger (r.) freut sich, dass so viele Besucher Interesse an ihren Arbeiten – hier mit der Figur Anna selbdritt – haben. Birgit Heise (Mitte) und Annette Buse reisten eigens von Frankfurt (Oder) nach Buckow.© MOZ/Margrit Meier

Wer Anna Elisabeth Berger zuhört, erfährt von einer Frau, die sich auf vielschichtige Art mit den Themen Frauen und Mütter, Matriarchat und die immer noch ungleichberechtigte Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft auseinander gesetzt hat. Anna Elisabeth Berger weiß, wovon sie spricht, was sie formt, wie Laudator Jürgen Sebastian Dönicke erzählte. Als allein erziehende Mutter hat sie die Klippen der Gesellschaft noch zu DDR-Zeiten, später aber auch nach dem Mauerfall deutlich zu spüren bekommen. Die Angestellte im öffentlichen Dienst arbeitete zudem eine Zeitlang in einer Frauenberatungsstelle.

“Die Darstellungen von Mutter, Kind und Enkelkind sind uralt und haben mich fasziniert”, erzählt die Künstlerin. Fündig geworden ist sie auch in Märchen. Wo sich Schneewittchens Mutter ein Kind weiß wie Schnee, rot wie Blut und so schwarz wie das Holz an dem Rahmen wünscht. Auch Rapunzel und Dornröschen sind Figuren, denen sie sich genähert hat. Zum Beispiel ist in der Schau Erde, luftig verpackt in durchsichtiger Folie, zu sehen. “Die Folie symbolisiert den Glassarg. Er steht für eine Ruhephase, in der scheinbar nichts passiert, aber doch Neues hervorkommt”, sagt sie. Nebenan hat sie einen Koffer mit einem Hut drapiert, der Symbol für das Alte und Neue ist. Wenn man aufbricht, nimmt man immer etwas Gewohntes mit, eine Reise bringt aber auch neue Erfahrungen. Wie Gesponnenes wirken die Drahtkleider von Aschenputtel, die sie, und da schließt sich auch wieder der Kreis zur Mutter, von ihr aus dem Jenseits mit Hilfe der Haselnüsse geschickt bekommt.

Für Musik zur Vernissage sorgte das Berliner Duo Heidi Cohrs (Querflöte) und Francesco Albano (Gitarre) mit Choros aus Brasilien, einem Mix aus Barockmusik und Polka.